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Ratzeburger See - Martin Schulenburg

„Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ (Psalm 104)

Ich stehe am Fenster meines Zimmers im Ratzeburger Predigerseminar und lasse meinen Blick über den Domsee schweifen. Das Wasser glitzert in der Sonne. Fische schwimmen im See, Vögel fliegen darüber. Auch Boote sind
auf dem See unterwegs. Vor dem See stehen blühende Bäume, über die ich hinweg schauen kann. Es bietet sich mir
ein regelrechtes Naturschauspiel. Der See ist zugleich sehr lebendig, strahlt aber auch eine gewisse Ruhe und Besinnlichkeit aus.

Ich bewundere Gottes Schöpfung, seine Werke, wie es im 104. Psalm heißt, und genieße den Anblick. Eine Mini-Auszeit im Vorbereitungs- und Prüfungsstress des 2. Kirchlichen Examens.

Oft ist es heutzutage gar nicht mehr so einfach, den Blick für die Schönheit der Werke Gottes zu bewahren. Es ist nicht leicht, die schönen Momente in Begegnungen, die Gott uns schenkt, bewusst wahrzunehmen und sich darüber zu freuen.

Wir stehen oft beruflich so unter Zeitdruck, dass wir, um die Herausforderungen meistern zu können, maximal-effizient
durch unseren Tag und unser Leben eilen. Jede und jeder muss immer erreichbar sein und hervorragende Leistungen bringen, um in unserer Gesellschaft angesehen zu werden. Das schürt Versagensängste.

Ich denke, wir brauchen den Mut, auch mal ein wenig auf die Bremse zu treten. Einen Moment lang entschleunigen, uns auf Gott, seine Schöpfung und sein Wirken zu besinnen und uns daran zu erfreuen – auch an den Kleinigkeiten.

Der Theologe Paul Tillich drückt dies folgendermaßen aus: „Das sind die Augenblicke, in denen wir unser Leben lieben und uns selbst bejahen, nicht um deswillen, was wir sind, sondern um der Gewissheit willen, dass unser Leben einen ewigen Sinn hat.“

Wir erleben Gottes Gnade und spüren dies in Momenten der Liebe. Das uns durch Jesus Christus verheißene Heil, in das wir bereits hinein genommen sind, blitzt in diesen Augenblicken auf.

Solche Augenblicke wünscht
Martin Schulenburg


HEIMAT - LOST HOMELAND
Ausstellung in der Marienkirche Bad Segeberg

Wordle zur Ausstellung HEIMAT

Die Ausstellung ist während der Sommerferien zu den Öffnungszeiten der Marienkirche zu sehen:
täglich von 9-16 Uhr (mit Ausnahme der Zeiten, in denen Amtshandlungen stattfinden oder vorbereitet werden).

Begleitend zum Thema der Gottesdienste „Wer aufbricht, kann hoffen“ sind in der Marienkirche Fotos mit einer besonderen Herkunft zu sehen.

Die Bilder sind Erinnerungsfotos, die Menschen in ihrer Heimat aufgenommen haben, bevor sie diese verlassen haben. Sie sind mit dem Smartphone aufgenommen und stammen von geflüchteten Menschen aus Eritrea und Syrien. Ein Olivenhain im Schnee, der Ausblick aufs Mittelmeer, das zerbombte Haus oder die verlassenen Baufahrzeuge, woran möchte man sich in der Ferne erinnern? Und was anderen zeigen?

Die Ausstellung entstand durch eine Initiative der Flüchtlingshilfe Preetz unter Mitwirkung von Frau Dr. Julia Koch.






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Die nächsten Tage

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Sa 3. September 10 Uhr
Das Eine-Welt-Café feiert seinen ersten Geburtstag

Auf der Wiese vor der Marienkirche ist das Café, in dem sich seit einem Jahr jeden Samstag Einheimische und Flüchtlinge treffen, von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Die ehrenamtlichen Gastgeber und Gastgeberinnen freuen sich auf interessierte Gäste.
Fair gehandelter Kaffee, Tee und Kaltgetränke sowie leckere Kleinigkeiten sind gegen eine Spende zu genießen.

Lassen Sie sich überraschen!

Kirchplatz 7, JaM


Sa 3. September 11 Uhr
Musik zur Marktzeit:
Konzert für Akkordeon und Querflöte

Das Duo Querbeet mit Stefanie Lange (Querflöte) und Elisabeth Busse (Akkordeon) gestalten ein Konzert.
Der Eintritt ist frei, wir bitten am Ausgang um eine Spende zugunsten des Orgelneubaus.

Marienkirche


So 4. September 10 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst zum Stadtfest
Sommerkirche:
"Wer aufbricht kann hoffen"

„Ich habe einen Traum..." ist das Motto des Gottesdienstes, den Segeberger PastorInnen aus den ökumenisch verbundenen Gemeinden gestalten werden.

Musik: Anna Stauder

Bühne in der Innenstadt

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Mo 5. September 19 Uhr
Bewegen – Schnacken – Schweigen – Kerze anzünden

Treffpunkt: Um 19 Uhr an der Marienkirche

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Do 8. September 19 Uhr
Meditation – Sitzen in der Stille

Johanneskapelle

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