KirchengemeindeSegeberg

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Der Gummibärchen-Bus

Manchmal fahre ich mit dem Gummibärchen-Bus. Eigentlich sieht er ganz gewöhnlich aus. Doch vorne, hinter der Windschutzscheibe, hängt ein gelb leuchtendes Schild. Mit schwarzer Schrift steht da: “Gummibärchen-Bus”. Steigen Kinder ein, dürfen sie sich eine Mini-Tüte Gummibärchen aus einem Korb nehmen. Wenn Erwachsene nett fragen, bekommen sie auch eine. Und allein die Tatsache, in einem Gummibärchen-Bus zu sitzen, zaubert bei der einen oder dem anderen ein leichtes Lächeln ins Gesicht.

Es ist so einfach.
Ein freundliches “Moin!” oder “Das ist aber ein cooles Tattoo!” 
Die Frage “Brauchen Sie Hilfe?” und eine unterstützende Hand. 
Anderen freundlich begegnen. Ohne besonderen Grund. Ohne Erwartung.
Forscher*innen des Sussex Centre for Research on Kindness haben herausgefunden, dass Freundlichkeit sozusagen eine Superkraft ist. Freundlichkeit wirkt sich auf unsere eigene Gesundheit aus und steckt gleichzeitig andere an. So entsteht eine Art positive Wellenbewegung, die dafür sorgt, dass sich Freundlichkeit in der Gesellschaft verbreitet und auch das allgemeine Wohlbefinden vermehrt.
„Schmeckt und seht, wie freundlich G*tt ist!” betet jemand vor vielen hundert Jahren im 34. Psalm. Im freundlichen Miteinander wird G*ttes Nähe spürbar. Manchmal braucht sie die Unterstützung eines Busfahrers. Und schmeckt nach Gummibärchen.

Pastorin Elke Hoffmann, Kirchengemeinde Segeberg

Gummibärchenbus.JPG